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Adaptive Pressengründung

IFUM: Beim Schmieden werden die notwendigen Prozesskräfte schlagartig vom Hammer aufgebracht. Aufgrund des Schlages kommt es zu Erschütterungen an der Presse und insbesondere in der Pressenumgebung, welche negative Einflüsse auf Gebäude und Menschen haben. Zur Dämpfung dieser Erschütterungen werden in der Praxis eine Vielzahl von Dämpfungssystemen eingesetzt. Ein am IFUM verfolgter Ansatz für eine verbesserte Dämpfung dieser Erschütterungen ist ein Feder-Dämpferelement auf Basis intelligenter Werkstoffe.

Intelligente Werkstoffe oder auch Smart Materials können ihre innere Struktur mittels extern aufgebrachter Reize ändern. Relativ bekannte Vertreter dieser Materialgattung sind die magnetorheologischen Flüssigkeiten. Durch Anlegen eines Magnetfeldes ist es möglich, die Viskosität dieser Flüssigkeiten und damit ihre Fließeigenschaften zu ändern. Im Bereich der Automobilindustrie oder auch im Erdbebenschutz an Gebäuden werden magnetorheologische Flüssigkeiten in Dämpfern erfolgreich eingesetzt. Am IFUM wird demnächst untersucht, inwiefern Dämpfer basierend auf magnetorheologischen Flüssigkeiten sich dafür eignen, die insbesondere in der Massivumformung übliche, schlagartig aufgebrachte Schwingungsanregung infolge von Prozesskräften zu dämpfen und welche Vor- bzw. Nachteile gegenüber bestehenden Dämpfersystemen bestehen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der dynamischen Regelung des Magnetfeldes, welches erlaubt, die Materialeigenschaften der Flüssigkeit innerhalb kürzester Zeit während eines Produktionszyklus an die Schwingung anzupassen.