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Spin-off der Leibniz Universität bietet Energie-Audits an (Presseinfo 19. Februar 2016)

Tobias Heinen, einer der Geschäftsführer von GREAN. Foto: China Hopson

Eine Auditierung von Unternehmen nach EU-Energieeffizienz-Richtlinie ist noch bis Ende April möglich. GREAN, eine Ausgründung aus dem Institut für Fabrikanlagen und Logistik (IFA) am PZH, führt diese Energie-Audits durch.

Bis Ende 2015 hätten alle größeren Unternehmen nach EU-Energieeffizienz-Richtlinie auditiert sein müssen. Viele haben das bisher versäumt. Die GREAN GmbH, eine Ausgründung (Spin-off) aus dem Institut für Fabrikanlagen und Logistik (IFA) am Produktionstechnischen Zentrum Hannover der Leibniz Universität, bietet solche Energie-Audits an.

„Von Juni bis Dezember 2015 haben wir allein 134 Unternehmen auditiert“, sagt Tobias Heinen, einer der Geschäftsführer bei GREAN. „Neben vielen Produktionsunternehmen haben wir unter anderem Stadtwerke, Wasserwerke, Händler und Krankenhäuser unter unseren Kunden gehabt. Die Auditierungspflicht betrifft alle Branchen sowie kommunale Unternehmen jeder Größe.“ Für alle Unternehmen, die bislang noch kein Audit durchgeführt haben, hat Heinen eine gute Nachricht: „Bis Ende April gewährt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, kurz BAFA, noch eine Schonfrist.“ 

GREAN berät Unternehmen im Hinblick auf eine grüne und schlanke (auf englisch „green“ und „lean“), letztlich nachhaltige Produktion. Seit 2010 arbeiten dort die drei am IFA promovierten Ingenieurwissenschaftler Tobias Heinen, Tim Busse und Serjosha Wulf als GREAN-Unternehmensberater. Alle drei gehören zu den bundesweit zugelassenen Beratern, die das BAFA auf seiner Webseite als Energieauditoren listet. Aufgabe der Auditoren ist es, die Energieverbräuche der Unternehmen transparent zu machen und auf dieser Grundlage „sinnvolle und umsetzbare Vorschläge zu erarbeiten, wie man den Energieverbrauch reduzieren kann“, wie Heinen sagt. Die Audits müssen alle vier Jahre erneuert werden.

Die zugrundeliegende Europäische Richtlinie (2012/27/EU) verfolgt das Ziel, einen „gemeinsamen Rahmen für Maßnahmen zur Förderung von Energieeffizienz in der Union zu schaffen, um sicherzustellen, dass das übergeordnete Ziel der Steigerung der Energieeffizienz der Union um 20 Prozent bis 2020 erreicht wird“. 

Tobias Heinen vermutet, dass rund die Hälfte der Unternehmen, die kein kleines oder mittleres Unternehmen (KMU) sind und damit unter die Richtlinie fallen, ihrer Pflicht zur Auditierung noch nicht nachgekommen ist. Wer bei einer Stichprobe des BAFA erwischt wird, riskiert eine Geldstrafe. „50.000 Euro sind in Deutschland als Strafe vorgesehen“, sagt Heinen, „das ist vergleichsweise harmlos, verglichen mit anderen europäischen Staaten. Dort werden bis zu vier Prozent des Bruttoumsatzes als Strafe fällig.“ 

Hinweis an die Redaktion:
Für weitere Informationen steht Ihnen GREAN-Geschäftsführer Dr.-Ing. Tobias Heinen unter Telefon +49 511 762-18291 sowie per E-Mail unter heinen@grean.de gern zur Verfügung.