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Charakterisierung von Horizontalbelastungen bei der Blechmassivumformung

Laufzeit:2015 -
Förderung:DFG, Transregio 73
Kontakt:krimmifum.uni-hannover.de

Die geometrische Präzision gefertigter Werkstücke (insbesondere mit asymmetrischer Geometrie) soll mit Hilfe eines aktiven Systems zur Vermeidung des horizontalen Stößelversatzes realisiert werden. Hierzu werden zusätzlich zu den Stößelführungen Aktoren eingesetzt, welche beim Auftreten horizontaler Prozesskräfte entsprechende Gegenkräfte auf den Stößel aufbringen und hiermit eine von der Sollkinematik abweichende horizontale Verlagerung der Werkzeugkomponenten und die damit einhergehenden Geometrieabweichungen des Bauteils verhindern.

Vorversuche haben gezeigt, dass es prinzipiell möglich ist, Zugkräfte auf den Stößel aufzubringen, welche in der Größenordnung der bei der Herstellung eines Demonstratorbauteils auftretenden horizontalen Prozesskräfte liegen. Im beantragten Vorhaben ist daher die Frage zu klären, in welchem Umfang es möglich ist, den horizontalen Stößelversatz während der Blechmassivumformung von asymmetrischen Bauteilen maschinenseitig zu vermeiden. Im Idealfall ist der Versatz soweit vermeidbar, dass die Auswirkungen auf das Werkstück innerhalb der geforderten Fertigungstoleranzen bleiben. In diesem Fall kann mittels der neuen Maschinentechnik auf die Berücksichtigung der Maschineneigenschaften im Rahmen der Prozesssimulation verzichtet werden. Der damit verbundene Aufwand an Rechenzeit und zur Modellbildung würde sich bei einer gegenüber heute gesteigerten Fertigungsqualität erübrigen, die Prozessstabilität würde steigen. Aufgrund der Unabhängigkeit der Methodik zur Vermeidung des horizontalen Stößelversatzes von der Art des Pressenantriebs ist die Übertragbarkeit der Forschungsergebnisse für unterschiedliche Pressenarten gewährleistet.

 

 

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