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TFB 489 (T8) - Gesteuerte Abkühlung von Karosseriebauteilen mittels Zweiphasen-Sprühkühlung

Laufzeit:10/11 - 09/14
Förderung:DFG
Kontakt:blechumformungifum.uni-hannover.de

Dieses Projekt wurde zusammen mit dem Institut für Werkstoffkunde der Leibniz Universität Hannover durchgeführt. In einem Kammerofen wurden die Platinen des Vergütungsstahles 22MnB5 mit einer Blechdicke von 1,5 mm innerhalb von 360 s auf 950 °C erwärmt. Im Anschluss wurden diese in das wassergekühlte Formhärtewerkzeug transferiert, umgeformt und wieder aus dem Werkzeug entnommen. Die Haltezeit im Werkzeug betrug 0,6 s, so dass das ausgeformte Bauteil nach der Entnahme eine Temperatur von über 500 °C besaß und somit über Martensitstart-temperatur lag. Die Platinen wurden dann zur Wärmebehandlung in ein separates Sprayfeld eingelegt. In diesem wurde der mittlere Bereich des Bauteiles an Luft abgekühlt und die äußeren Bereiche mit einem Wasser-Luft-Spray gehärtet. Die Ergebnisse haben gezeigt, dass mit Hilfe der vorzeitigen Entnahme aus der Presse oberhalb der Martensitstarttemperatur eine Reduzierung der Härtewerte möglich ist. Die Abbildung zeigt zum einen den Härteverlauf über ein Bauteil, das komplett gehärtet ist (rote Linie), und zum anderen den Verlauf eines Bauteiles, das nach der Umformung an Luft abgekühlt wurde (grüne Linie). Anhand des Härteverlaufs des Stoßfängerquerträgers (blaue Kurve) ist zu erkennen, dass der äußere Bereich mit den komplett gehärteten Bauteileigenschaften übereinstimmt. Die Härtewerte des mittleren Bauteilbereichs liegen minimal über dem Härteverlauf des Bauteiles mit Luftabkühlung. Es konnte aufgezeigt werden, dass die Reduzierung der Härte in einem Bauteilbereich möglich ist.

Härteprüfung nach Vickers über die Bauteilgeometrie

 

 

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