Logo Leibniz Universität Hannover
Logo: IFUM
Logo Leibniz Universität Hannover
Logo: IFUM
  • Zielgruppen
  • Suche
 

Unterdrückung der verformungsinduzierten Martensitbildung zur Vermeidung von Nachbehandlungsschritten für den Scherschneidprozess

Laufzeit:2 Jahre
Förderung:EFB / AiF
Kontakt:blechumformungifum.uni-hannover.de

Erzielte Ergebnisse und deren Anwendungsmöglichkeiten :

Es wurden Scherschneidversuchsreihen mit metastabilen austenitischen Cr-Ni-Stählen bei Temperaturen von 20 bis 150 °C durchgeführt, wodurch die Intensität der martensitischen Phasenumwandlung an den Schnittkanten beeinflusst wurde. Die gelochten Proben wurden in einem dem Marciniak-Test nachempfundenen Lochaufweitungsversuch geprüft, wobei sowohl das Lochaufweitungsverhältnis im Nachhinein ermittelt als auch eine angepasste Online-Analyse-Methodik mithilfe des Formänderungsanalysesystems GOM Aramis angewandt wurde. Die Eignung dieser Methode, unterschiedliche Kantenduktilitäten bei identischem Grundwerkstoff nachzuweisen, wurde ferner anhand senkerodierter Löcher aufgezeigt. Die Resultate der umfangreichen Versuchsreihen unter Berücksichtigung unterschiedlichen Probenbelastungsarten zeigten, dass die martensitische Phasenumwandlung an der Schnittkante keinen nachweisbaren Einfluss auf die Kantenduktilität aufweist. Dies belegten ferner Gefügeanalysen.

Links: Metallografische Schliffbilder zur Analyse der Martensitbildung an der Schnittkante

Rechts: Simulation der Martensitbildung infolge des Scherschneidprozesses bei unterschiedlichen Temperaturen

 

 

Übersicht