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Viskosität von Synovialflüssigkeiten aus dem caninen Ellenbogen- und Hüftgelenk sowie dem humanen Kniegelenk

Autoren:Helms, G.; Wefstaedt, P.; Rittmann, P.; Windhagen, H.; Pressel, T.; Behrens, B.-A.; Nolte, I.
Kategorie:Zeitschriften/Aufsätze (reviewed)
Jahr:2008
Veröffentlichung:Berliner und Münchener Tierärztliche Wochenschrift, September/Oktober 2008

Abstract

Die Entstehung pathologischer Gelenkveränderungen kann sowohl beim Menschen als auch beim Hund durch Gelenkabriebe bestimmt werden, die ursächlich mit einer unzureichenden synovialen Schmierung zusammenhängen. Auch nach der Versorgung mit Hüfttotalendoprothesen kann es durch eine mangelhafte Gelenkschmierung zu vermehrten Abrieben in der Gleitpaarung kommen, die in einer aseptischen Lockerung der Prothese resultieren können. Insbesondere für den Hund liegen bisher nur wenige Erkenntnisse zur Viskosität synovialer Flüssigkeiten vor. Aus diesem Grund wurde die Viskosität der Synovia physiologischer und pathologisch veränderter Ellenbogengelenke des Hundes mit Hilfe eines Kegel-Platte-Viskosimeters bei unterschiedlichen Temperaturen und Schergeschwindigkeiten gemessen und mit der Viskosität der Synovialflüssigkeit aus veränderten menschlichen Kniegelenken sowie pathologisch veränderten Proben des caninen Hüftgelenks verglichen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Viskositäten innerhalb einer Messreihe variieren und mit zunehmender Temperatur bzw. steigender Schergeschwindigkeit abnehmen. Die Differenzen zwischen den mittleren Viskositäten caniner und humaner Synovialflüssigkeiten aus den veränderten Gelenken liegen unter 4 % (22,5 s–1 bei T1 = 25 °C ). Die hier gewonnenen Erkenntnisse können in Form eines Zwischenschichtgesetzes in ein Finite- Element-Modell zur Berechnung der tatsächlich im Hüftgelenk herrschenden Kräfte implementiert werden und so zu einer verbesserten endoprothetischen Versorgung caniner und humaner Hüften beitragen.