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Konstruktion, Gestaltung und Herstellung von Produkten II - Belegnummer 31925 TV 2

Aktualisiert am 22.09.2016

Art der Vorlesung: Vorlesung/Übung
Semester: Sommersemester
Studium: Grundstudium / Bachelor
Betreuer: Sven Hübner
Chris Pfeffer
Dozenten/Professoren: Prof. Dr.-Ing. B.-A. Behrens, Prof. Dr.-Ing. B. Denkena
E-Mail: VL_KGHP2ifum.uni-hannover.de
Vorlesungstag/Uhrzeit: Mi., 9:45 - 11:15 Uhr
Raum/Ort: Audimax (E415), Am Welfengarten 1
Termin Beginn: 12.04.2017

Ingenieure initiieren, gestalten und managen die Entwicklung und die Fertigung von marktfähigen Produkten und bestimmen somit den technischen Fortschritt in unserer Gesellschaft. 75% der Beschäftigten in der industriellen Wertschöpfung unseres Landes arbeiten in Unternehmen, die solche Produkte herstellen, wie z.B. die Automobilindustrie und der Werkzeugmaschinenbau. Die Fertigung von Produkten wird als Produktion bezeichnet; die Grundlage dafür ist die Produktionstechnik. Neue Technologien wie die rechnergestützte Prozessplanung, die numerische Steuerung von Werkzeugmaschinen und die wissenschaftlich fundierte Weiterentwicklung und Neuentwicklung von Fertigungsverfahren, wie z.B. der Lasertechnik, machen zusammen mit neuen Werkstoffen viele Produkte erst möglich oder bezahlbar. 

Der Anteil von Universitätsingenieuren in der Produktion ist daher sprunghaft gestiegen. Bevor ein Produkt während der Fertigung zum anfassbaren "physischen" Gegenstand wird, muss es als gedachtes "virtuelles" Objekt in Form eines Bauplanes existieren. Während früher solche Pläne ausschließlich als Zeichnungen auf Papier erstellt wurden, werden die Produktdaten heute bereits überwiegend rechnergestützt erstellt und verwaltet. Am bekanntesten ist die Erzeugung und Speicherung von Geometriedaten durch CAD (ComputerAidedDesign)-Systeme, aber auch andere Informationen über das Produkt werden heute elektronisch über PDM (ProduktDatenManagement)-Systeme verarbeitet. Voraussetzung ist eine Produktidee, die mit den Anforderungen des Marktes im Einklang steht. Aus ihr entsteht über die Definition der Funktion und die Findung eines Lösungsprinzips die Gestalt des Produktes.Dieser Prozess wird als Produktentwicklung und Konstruktion bezeichnet. "Konstruieren" ist die Tätigkeit, die den meisten Menschen zuerst einfällt, wenn das Wort "Ingenieur" fällt. Hier ist Kreativität bei der Ideenfindung, aber auch Ausdauer und Geschick bei der Umsetzung gefragt. Dabei müssen Ingenieure Kenntnisse und Informationen aus allen Bereichen der Naturwissenschaften und der Produktionstechnologien so kombinieren, dass ein erfolgreiches Produkt entsteht. In den Lehrveranstaltungen "Produktgestaltung und -herstellung I bis IV" werden Sie damit vertraut gemacht, wie ein technisches Produkt entwickelt, konstruiert und gefertigt wird. Nur wenn diese drei Aspekte in jede Phase der Produktentstehung einfließen, ist ein größtmöglicher wirtschaftlicher Erfolg erreichbar. Dazu gehören drei Vorlesungsblöcke einschließlich Hörsaalübungen aus dem Bereich Produktgestaltung im 1., 2. und 3. Semester und ein einsemestriger Block aus dem Bereich Produktherstellung im 2. Semester. Zusätzlich findet in den ersten vier Semestern jeweils ein konstruktives Projekt statt. Der Umfang der Projekte steigert sich vom Anfertigen einer Einzelteilzeichnung (1.Semster), über eine Einführung in ein CAD-System (2. Semester), bis hin zu Getriebekonstruktionen einschließlich Berechnung (3. und 4. Semester). Die konstruktiven Projekte werden von Testaten begleitet, die in Gruppen abgehalten werden und von Mitarbeitern des Instituts betreut sind. Am Ende jeden Semesters werden die von Ihnen angefertigten Arbeiten bewertet. Eine erfolgreiche Teilnahme an allen vier konstruktiven Projekten ist Voraussetzung zum Bestehen der Vorprüfung. In den Lehrveranstaltungen zur "Produktgestaltung" werden Sie zunächst Kenntnisse aus den Bereichen Normung und technisches Zeichnen erwerben. Im Vorlesungsteil "Produktherstellung" werden Sie die wichtigsten Produktionsverfahren und Regeln zum werkstoff- und fertigungsgerechten Gestalten kennenlernen. Parallel werden fächerübergreifend Ihre theoretischen Kenntnisse aus den Bereichen Mechanik und Werkstoffkunde bei der Dauerfestigkeitsberechnung von Getriebewellen einen Bezug zum realen System bekommen. Den Schwerpunkt stellen aber die verschiedenen Maschinenelemente und Fertigungsverfahren dar, die Ihnen als zukünftiger Entwickler, Konstrukteur und Produktionsingenieur zur Verfügung stehen. Zu den Maschinenelementen gehören z.B. lösbare und nicht lösbare Verbindungen, Wälzlager, Dichtungen, Gleitlager, Kupplungen, Riemen- und Kettentriebe und Zahnräder. Die Vorlesung wird Sie mit den Arbeitsmitteln und den Methoden zur Auslegung dieser Maschinenelemente vertraut machen. Das Zusammenspiel der einzelnen Maschinenelemente wird Ihnen z.B. anhand verschiedener Bauformen von Getrieben erläutert werden. Zu den vorgestellten Fertigungsverfahren gehören das Urformen (z.B. Gießen), das Umformen (z.B. Schmieden), die spanende Formgebung (z.B. Drehen) und das stoffschlüssige Verbinden (z.B. Schweißen).

Prof. Dr.-Ing. B.-A. Behrens

Prof. Dr.-Ing. B. Denkena

 Vorlesungsinhalte

  • Einführung in die Grundlagen der Umformtechnik
  • Einführung in die Grundlagen der Zerspantechnik

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