Besonders leicht und belastbar
Hybridbauteile im Automobilbau
- verfasst von
- Denis Fink, Sven Hübner
- Abstract
Die Bedeutung von hybriden Strukturbauteilen im Automobilbau nimmt stetig zu. So werden faserverstärkte Kunststoffe (FVK) nicht mehr nur im Motorsport, sondern auch in Straßenfahrzeugen eingesetzt. Grund dafür ist das Streben nach immer leichteren Bauteilen bei gleichzeitig hoher Belastbarkeit. So werden auch Stahlplatinen mit FVK ummantelt und es entstehen hybride Strukturbauteile. Ziel ist es, die hervorragenden mechanischen Eigenschaften des Stahls zu erhalten und durch den Einsatz von FVK die Zugfestigkeit bei gleichzeitiger Gewichtsreduzierung weiter zu erhöhen. Gerade bei crashrelevanten Bauteilen ist eine hohe Belastbarkeit für die Sicherheit der Fahrzeuginsassen entscheidend.
Die serientaugliche Herstellbarkeit solcher Bauteile ist jedoch noch verbesserungswürdig. Das Institut für Umformtechnik und Umformmaschinen (IFUM) der Leibniz Universität Hannover untersucht im Forschungsprojekt „Leichtbau Hybridumformung“, inwieweit die Anzahl und Dauer der Prozessschritte reduziert werden kann. Ziel ist es, die Taktzeit bei der Herstellung hybrider Bauteile zu verkürzen, ohne die Bauteileigenschaften negativ zu beeinflussen.
Die aus technologischer Sicht größte Schwierigkeit bei der Herstellung hybrider Bauteile liegt derzeit in der Fügbarkeit ohne den Einsatz von Klebstoffen oder Haftvermittlern und wird ebenfalls im Projekt adressiert. So werden verzinkte Stahlplatinen verschiedenen Oberflächenvorbehandlungen unterzogen, um eine gute flächige Verbindung mit dem FVK zu ermöglichen, ohne dabei zusätzliche Zeit in der Prozesskette zu beanspruchen.- Organisationseinheit(en)
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Institut für Umformtechnik und Umformmaschinen
- Typ
- Artikel
- Journal
- phi – Produktionstechnik Hannover informiert
- Band
- 2025
- ISSN
- 2198-1922
- Publikationsdatum
- 06.05.2025
- Publikationsstatus
- Veröffentlicht
- Elektronische Version(en)
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https://doi.org/10.48811/phi-25-006 (Zugang:
Offen)