PULVERMETALLURGIE

Am IFUM werden verschiedene pulvermetallurgische Verfahren zur Herstellung von Bauteilen, Werkzeugen oder Probenkörpern untersucht. Neben dem konventionellen Matrizenpressen und Sintern von Stahl- und Aluminiumpulvern steht auch die Verarbeitung von Pulvern durch Sinterschmieden oder im FAST-Prozessen im Fokus der Untersuchungen.

Die Zielsetzungen sind dabei vielseitig und reichen von der Erzeugung verschleißfester „Metal Matrix Composites“ (MMC) über die Herstellung von Multimaterialbauteilen und die gezielte Einstellung von Eigenschaftsgradienten in „Functionally Graded Materials“ (FGM) bis hin zu Grundlagenuntersuchungen zur Verarbeitung von intermetallischen Werkstoffen in sauerstofffreier Umgebung.

VERÖFFENTLICHUNG

Hartverbundwerkstoffe kombinieren eine Metallmatrix mit harten keramischen Partikeln. So können die Eigenschaften beider Werkstoffe gezielt genutzt werden. In dieser Untersuchung wurde ein Warmarbeitsstahl X40CrMoV5-1 mit Wolframschmelzkarbidpartikeln kombiniert, um den Verschleißwiderstand von Umformwerkzeugen zu steigern. Die Herstellung erfolgte in einem Sinterschmiedeprozess und erste Schmiedeversuche mit den verstärkten Werkzeugen zeigten deutliche Verbesserungen gegenüber dem konventionellen, unverstärkten Werkstoff.

„Production, Bonding and Application of Metal Matrix Composite Hot Forging Tool Components"

Bernd-Arno Behrens und Jonathan Ursinus (2020); Procedia Manufacturing, Volume 47, Seiten 329-334