Aktuelle Entwicklungen beim Formhärten dicker Bleche

Verfasst von

Bernd-Arno Behrens, A. Esderts, Sven Hübner, R. Masendorf, E. Stolz, Timo Fünfkirchler

Abstract

Formhärten ist eines der wichtigsten Verfahren zur Herstellung ultrahochfester Bauteile. Insbesondere im Automobil-Karosseriebau sind formgehärtete Bauteile aufgrund ihres guten Festigkeits-Gewichts-Verhältnisses sehr beliebt, um Leichtbauanforderungen zu erfüllen. Aufgrund gesetzlicher Vorschriften nehmen die Leichtbauanstrengungen auch im Bereich der Schwerlastfahrzeuge zu, wodurch sich ebenfalls Potenziale für den Einsatz formgehärteter Bauteile eröffnen. Bislang wurden vor allem feinkörnige Baustähle mit Blechdicken bis zu 9,0 mm verwendet. Der Ersatz dieser Bleche durch dünnere, warmgeformte Bauteile bietet ein großes Leichtbaupotenzial und wird daher erforscht. Damit die warmgeformten Bauteile in diesem Bereich eingesetzt werden können, müssen sie besondere Anforderungen erfüllen. Aufgrund der geforderten Betriebsdauer liegt der Schwerpunkt hier auf der Langzeitfestigkeit unter schwingender Beanspruchung. Aus diesem Grund wurde in dieser Arbeit der konventionelle Prozessablauf des Formhärtens optimiert, damit formgehärtete Dickbleche aus dem Mangan-Bor-Stahl 22MnB5 mit verbesserten Ermüdungsfestigkeitseigenschaften wirtschaftlich hergestellt werden können. Im Rahmen der Forschungstätigkeiten wurde die konventionelle Ofenheizung durch eine Widerstandserwärmung ersetzt. Zusätzlich wurde der Einfluss des Sandstrahlens als Nachbehandlung untersucht. Die Untersuchungen wurden zunächst an flachen Werkstoffproben durchgeführt und anschließend wurde der Prozess auf umgeformte Bauteile übertragen.

Details

Organisationseinheit(en)
Institut für Umformtechnik und Umformmaschinen
Externe Organisation(en)
Technische Universität Clausthal (TUC)
Typ
Vortragsfolien
Publikationsdatum
2025
Publikationsstatus
Elektronisch veröffentlicht (E-Pub)
 

Zitieren

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